Es gibt gute Musik und schlechte. Und dann gibt es Musik vorwiegend zum Anhören und andere vorwiegend zum Party machen. Schon der Bandname dieses Trio aus Berlin stellt klar, dass diese Mini-CD eher etwas für die blauen Stunden ist. Bass - und mollastig schustern die erfahrenen Jungs ihre intelligenten, hintersinnigen Texte auf den Sound der Stahlsaiten. Eine sympathische Truppe ohne Illusionen oder überambitionierte Ziele, das gefällt. "Tanker" könnte auch von Achim Reichel sein, so maritim und wehmütig wird man mental ummantelt. Es winken auch ELEMENT OF CRIME um die Ecke. Oder nimm "Hölle" (die Band gibt jedem Song einen Titel, der nur aus einem Wort besteht): "Ich will nichts erklären, will nicht geradeaus laufen / Nur die Türen vernageln und in Mitleid ersaufen". Beim "nächsten" Weltuntergang höre ich dann MÖRDERBLUES, diese in Noten gefasste Depression. (7 von 10)
OX FANZINE


Aus Berlin erreichte mich diese CD-EP, Sitz der Band und des Labels. Und endlich mal ein symphatisches Promoschreiben, in welchem nicht fett aufgetragen wird, in der Hoffnung, der Rezensent glaubt das oder schreibt es aus Bequemlichkeit einfach ab. Also, Pluspunkt. Aber zurück zur CD-EP des Dreier-Gespanns: Wand, Hölle, Tanker, Jetlag und Sand gibt´s darauf zu hören. Alles Punk, aber kein klassischer D-Punk, sondern ein Cocktail aus TURBOSTAAT, MUFF POTTER, EA80 und FLIEHENDE STÜRME. Sehr melancholisch und schon etwas verspielt, sperrig. Kein Weltwunder, aber auch kein neuer Mülleimer. Und auch nicht meine Kiste Bier. Dafür bin ich zu altmodisch und klassisch. Alle anderen, also die nicht altmodischen und nicht klassischen Menschen, können einfach unter der unten angegebenen Webseite mal kuckn, lesen und hören.
DER ZITRONENHUND ONLINE FANZINE


Die Band selbst nennt ihren Sound "Punkrock für Zweifler und Trinker". Haha, ganz coole Beschreibung. Das kommt beim Hören der Songs auch ganz gut rüber und ist von der Attitüde auf Anhieb erstmal ähnlich sympathisch wie Texte von Bukowski. MÖRDERBLUES spielen Indiepunkrock mit düsterer Note. Kein Klischee, keine Vergleiche, keine Anbiederung an irgendwelche Szenen... das ist einfach ihre Interpretation simpler, aber detailreicher Rock- oder Punkmusik. MÖRDERBLUES sind eine interessante Band, die sowohl im Indie-/Alternativebereich als auch im Punk ihre Freunde finden kann. Oder auch nirgendwo, weil man sich zwischen alle Stühle setzt. Ich drück die Daumen.
PLASTIC BOMB FANZINE

passt alles gut und mir gefällt der cheesy gesang!wurde das schlagzeug echt aufgenommen und dann getriggert?
benno (bottrops) (Antwort: Nein)

Am anfang fand ich es nicht so doll, aber je öfter das im Player durchlief, je besser fand ich es
Bernd (Pukemusic)

Allet n bischen schneller spielen dann isset astreiner punk
Digger (Hirnsäule)

Mörderblues gehen gut nach vorne, wissen wovon sie singen und sind sehr nette Kerle. Das ist eine Mischung, die perfekt passt und uns gut gefällt. Bitte weiter so!"
Joshi (ZSK)

....gefällt mir total gut! irgendwo im spannungsfeld zwischen ea80 und no means no
echt cool
Jacho (Bottrops, Terrorgruppe)

....sehr charmant, cooler Bandname, klingt nach Bukowski, Cave und Waits
Jakob Kranz (Rock Hard)

geht nach vorne und live gut schweißtreibend
Andi (Samavayo/Setalight Records)

ihr macht Musik für nen Mikrokosmos, genau wie ich
YOK

Ich mag den Skeptiker-Sound, wenn ich das mal so sagen darf. Respekt und Glückwunsch zur EP, gefällt sehr! Endlich wieder negative Punkmusik! Auch wenn ich nicht trinke, nach wie vor das Beste, da so zeitlos.
The incredible Hagen (Resist to exist festival)

MÖRDERBLUES versinken in einer depressiven Grundstimmung, dadaistische Texte mit Liedermacher-Funk und Peter Hein-Motiven heben die 5 Songs in experimentelle avantgardistische Sphären, die mit "Wand" einen straighten punkorientierten Tanzschritt wagt, der Souveränität ausstrahlt.
Das intelligente Zusammenspiel basiert auf Vertrauen und Freundschaft, die viel Raum für Details und Offenheit bietet und mit einer berechenbaren Tristesse kokettiert, die filigran vorgetragen wird und Tiefgang besitzt.
UNDERDOG FANZINE

ich habe mir die Scheibe mehrfach angehört und sie gefällt mir gut!
Johannes (COR)

mir gefällt das "Gesamtpaket", also Songs und Sound
Jürgen (Rookie Records)

Jo, relativ vielseitige 5 Lieder. Am besten gefällt mir "Hölle", das geht gut ab. Und wer seine Musik selbst als "Punkrock für Zweifler und Trinker" bezeichnet, ist schon mal prinzipiell sympathisch.
(Bierschinken.net)

Ich hör eigentlich nie Punk
Claus (Chefdenker, Knochenfabrik)


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